Der Hilmar Kopper (ehem. Deutsche Bank Sprecher “… Peanuts”) soll folgenden Satz gesagt haben:
»… jeder muss im job permanently seine intangible assets mit high risk neu relaunchen und seine skills so posten, dass die benefits alle ratings sprengen, damit der cash-flow stimmt. Wichtig ist corporate-identity, die mit perfect customizing und eye catchern jedes Jahr geupgedatet wird!«
Und Jil Sander hat vor Jahren einmal trocken im FAZ-Interview gemeint:
»Ich habe vielleicht etwas Weltverbesserndes. Mein Leben ist eine giving-story. Ich habe verstanden, daß daß man contemporary sein muß, das future-Denken haben muß. Meine Idee war, die hand-tailored-Geschichte mit neuen Technologien zu verbinden. Und für den Erfolg war mein coordinated concept entscheidend, die Idee, daß man viele Teile einer collection miteinander combinen kann. Aber die audience hat das alles von Anfang an auch supported. Der problembewußte Mensch von heute kann diese Sachen, diese refined Qualitäten mit spirit eben auch appreciaten. Allerdings geht unser voice auch auf bestimmte Zielgruppen. Wer Ladyisches will, searcht nicht bei Jil Sander. Man muß Sinn haben für das effortless, das magic meines Stils.«
Das ist fast noch besser, noch feiner, mehr sophisticated. Daraufhin wurde sie zur “Sprachpanscherin des Jahres 2003″ gewählt. Warum zitiere ich hier?
Mein Kunde Christian Bahl von den Gärtnern von Eden mag Denglish garnicht. Ihm missfiel neulich sogar, dass ich HOME&GARDEN, die norddeutsche Garten- und Lifestyle-Messe, immer so englisch ausspreche. HOME&GARDEN halt, mit gedehntem O und AA und weichem RRRR. Ich habe den Namen zweimal extra laut aussprechen müssen, er hat sich kaputtgelacht. Er kennt es nur hart und deutsch ausgesprochen.
Nun, beide sprechen ein Sprachengemisch, ohne es zu merken. Das ist noch nicht einmal Attitüde. In solchen weltweit operierenden Firmen sprechen auch Deutsche miteinander oft Englisch. Die Kollegen, mit denen sie es tagtäglich zu tun haben, fallen selbst auch in diese Kombi-Sprechweise ein. Sie merken es ebenfalls nicht mehr.
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Wenn ein deutscher Text mit so vielen “denglischen” Ausdrücken gespickt wird, fragt man sich, wer etwas davon versteht… Natürlich ist es “trendy” und “in” englische Ausdrücke im deutschen Sprachgebrauch zu nutzen. Nur ob die richtigen Kunden oder Interessenten sich angesprochen fühlen, bleibt offen. Eine Sprache lebt und wird immer wieder von Fremdwörtern oder neuen Ausdrücken bereichert und es ist auch gut so. Bei einem denglischen Text wäre auch angebracht ein Glossar mit anzugeben, damit jeder sich die Bedeutung des geschriebenen oder gesagten im klaren ist. Auch könnte Hinweise (“hints”) auf was gemeint ist hilfreich sein. Humorvoll kann es auf jeden Fall gestaltet werden!
Herzliche Grüße von einer sogenannten Fachfrau