Bedürfniswandel findet längst statt. Der kontaktneutrale Convenience-Kunde gehört ins 20. Jahrhundert

Autor Eike Wenzel vom Institut für Trend- und Zukunftsforschung meint:

„Es wird höchste Zeit, dass wir die Bedürfnisse der Menschen ernstnehmen. Dafür müssen wir uns jedoch erst einmal klar machen, dass ein Bedürfniswandel stattfindet. Und wir müssen uns einen Begriff davon machen, wie dieser Bedürfniswandel stattfindet.“

Und weiter:

„Vielleicht wollen unsere Kunden ja gestört, irritiert und verführt werden. Menschen, die Einkaufen, möchten soziale Interaktion erleben. Glauben Sie es mir, Kunden haben die öden Shoppingmalls nicht erfunden, Kunden lassen sich gerne „berühren“ und „ansprechen“, wenn sie merken, dass sie eine besondere Erfahrung machen können. Kunden sind mittlerweile auch gerne bereit, Konsumieren und Genießen von Automobilität zu entkoppeln. Wer fußläufig einkauft, das belegen Studien in Europa und Nordamerika, kommen häufiger wieder, wenn sie sich angesprochen fühlen. Sorgende Männer werden andere, anspruchsvollere Bedürfnisse entwickeln als der klassische Breadwinner, der wie eine Kanonenkugel in den Laden rauscht, um sich innerhalb von dreißig Sekunden fünf Paar Socken zu kaufen. „

Im Original bei ITZ lesen
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