Die Neujustierung des gesamten Medienapparates läuft an

„Der gegenwärtige Medienumbruch hat die Wucht eines Paradigmenwechsels“, schreibt Martin Oetting. An dessen Ende stehe ein neues Weltverständnis. Ausgelöst durch deutliche Veränderungen in den Teilsystemen wie Filterung und Finanzierung. Sie mache eine Neujustierung des gesamten Medienapparates erforderlich. Diese Beschreibung gehört für mich zu den differenziertesten seit Wochen. Oetting schreibtt:

„Das Problem einer Revolution ist, dass man sie nicht verstehen kann, wenn man mitten in ihr steckt. In den 60er Jahren des letzten Jahrhunderts beschrieb Thomas Kuhn wissenschaftliche Revolutionen, in denen bestehende Vorstellungen über den Haufen geworfen und durch gänzlich andere ersetzt werden. Ein Astronom beispielsweise, der jahrzehntelang die Erde als Scheibe begreift, beobachtet, kartografiert, versteht und erläutert, kommt mit seinen Instrumenten und Annahmen ab einem gewissen Zeitpunkt nicht weiter. Anstelle langsamer wissenschaftlicher Arbeit entsteht ein zerstörerischer Gedanke, der Millionen Stunden Forscherarbeit einfach zur Seite fegt: Die Erde ist eine Kugel! Über Jahrhunderte entwickelte Erklärungen können nun selbst bei sorgfältiger Anpassung nicht mit der neuen Idee vereinigt werden“

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