FAZ Fundstück: “Analoge Ignoranz spielt mit den Ängsten der Menschen”

Psychiater und Hirnforscher Manfred Spitzer tritt immer wieder auf, warnt, ermahnt und bestätigt all die, die auch warnen vor den Segnungen von PC, Internet und Telekommunikation. Er warnt in seinem Buch vor „digitaler Demenz“. Seine Thesen: Computer machen süchtig, einsam und dumm. Doch die Argumente des Autors sind fadenscheinig, findet Prof. Dieter Kempf, Präsident des Bundesverbands Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien (Bitkom). Und das begründet er gut, wie ich finde.

“Hilft analoge Ignoranz wirklich weiter, um Handlungsbedarf zu erkennen und Korrekturen dort einzuleiten, wo sie notwendig sind? Spitzer scheint bewusst mit den Ängsten der Menschen zu spielen, vor allem der Eltern. Seine Thesen sind ein Stakkato des Schreckens: Erstens machen Computer süchtig und einsam. Zweitens machen Computer dumm. Und deshalb – drittens – sollten Kinder vom Computer ferngehalten werden. Stattdessen empfiehlt Spitzer Fingerspiele. Dabei kann es im Jahr 2012 nicht mehr ernsthaft um die Frage gehen, Computer ja oder nein. Die Antwort kann nur lauten: Computer ja, aber bitte richtig.”

Und er nimmt drei Punkte heraus:

1. Die Trennung zwischen virtueller und realer Welt existiert für viele Kinder überhaupt nicht – sie leben in einer digital-analogen Realität

2. Computer gehören in die Schule und ins Kinderzimmer – mit einem vernünftigen Konzept

3. Die Welt wird komplexer – Computer helfen, sie zu verstehen

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