Die Gnade der Nicht-Erreichbarkeit: mach’s Handy aus, stell den Müll raus

Es gibt Tage, da bin ich schwer zu erreichen. Ich berate z.B. gerade einen Kunden oder bin im Funkloch zwischen HH und Berlin und der Zug steht, ich kaufe gerade ein, wende mich einem Menschen zu, verfolge eine Idee oder will aus der Arbeit an einem Text nicht laufend herausgerissen werden. Meine Kunden wissen, per Mail klappt es mit dem Kontakt dann meist schneller. Es gab Zeiten, da war manch Kunde über mein Verhalten “really not amused”, obwohl - oder gerade weil – er sich dem Erreichbarkeitszwang glaubte selbst aussetzen zu müssen. Wer da ausschert, ist nicht zu greifen, gilt nicht mehr als präsenter Vollblutdienstleister. “Man kriegt Dich nicht mehr!” klingt da als respekloser Vorwurf an einem Wendepunkt.
Zunehmend Zeit- und aufmerksamkeitsraubend empfinde ich – bei allem Nutzen – die Kommunikationsarbeit in Social Networks. Klaus Eck beschreibt in seinem Blog, wie er es hält mit der täglichen Präsenz und dem Abarbeiten von Kontaktbegehren und er bietet schöne Ansätze. Lesen.  Jürgen von Rutenberg hat neulich in der Wochenzeitung “Die Zeit” einen wunderbaren Artikel über den “Fluch der Unterbrechung” veröffentlicht.
Sehr motivierend für einen entspannteren, zeitgemäßeren Umgang mit Handy&Co sind die Videos von Autorin Miriam Meckel. Video0, Video1, Video2, Video3, Video4, Video5
Miriam Meckel über Alleiner de

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