Grundfertigkeit „Ignorierenkönnen“ oder „Den unscharfen Blick einnehmen“

Wer sich genervt fühlt, weil in einem Stream oder Feed vieles steht, was ihn nicht interessiert, dem fehlt die vielleicht wichtigste Grundfertigkeit (oder “Fähigkeit”?) beim Umgang (auch) mit Social Media: das “ignorieren-können“. Ich nenne es auch den „unscharfen Blick einnehmen“. Mehr dazu im Blog von STEINGRAU

„Das ist im Grunde genau das Problem, dass Frank Schirrmacher mit Social Media hat und das er in Payback beklagt – ein Problem, das er mit weiten Teilen der älteren Generationen teilt: diese Menschen haben es gelernt, das die Informationen in einem bestimmten klassischen Medium wichtig sind und dass es Nachteile bringen kann, sie zu übersehen. Nicht, dass diese Menschen eine ZEIT oder einen Spiegel jede Woche, FAZ, FT, Handelsblatt und Süddeutsche jeden Tag vollständig lesen würden. Aber einige von ihnen durchblättern diese Publikationen typischerweise von vorne bis hinten, und wenn ihnen eine Headline ins Auge fällt, lesen sie den Artikel oder reißen in vielleicht raus und legen ihn zur späteren Lektüre beiseite.

Das geht im Zeitalter von Online-Medien nicht mehr! Es ist unmöglich, alle Informationen auch nur wahrzunehmen, die eventuell wichtig für mich sein könnten. Ich kann es physisch nicht einmal schaffen, schnell alle Headlines quer zu lesen und anhand dessen zu entscheiden, hinter welchen vielleicht relevante Informationen stehen. Da geht nicht einmal, wenn ich diese Headlines vorher nach Schlagworten filtern lasse. Es geht nicht. Es ist zu viel. Und das ist auch völlig ok so. Es ist nicht schlimm, wenn ich etwas “verpasse”, das potentiell wichtig und relevant für mich ist. Es kommt mit hoher Sicherheit wieder – heute oder morgen oder übermorgen und vermutlich mindestens 10 Mal.“

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