Sei öffentlich, mach Dich frei


Ein erhellendes Interview mit Marc Zuckerberg, das die Kritiker erneut aufhorchen liess, der Applaus war ihm trotzdem sicher

Facebook und die Privatsphäre – das ist ein Thema, auf das mich meine Kunden ansprechen. Das facebook-Netzwerk musste zuletzt Kritik einstecken, weil die Profil-Infos und Statusdaten für Neulinge in der Voreinstellung auf „öffentlich“ gesetzt wurden. Dies liess und lässt sich zwar mit wenigen Handgriffen in den Privatsphäre-Einstellungen wieder ändern – die Irritation über diese Managemententscheidung war deutlich zu spüren. Facebook legt nach eigenen Angeben großen Wert auf die Privatsphäre, jeder kann seinen Account entsprechend seiner Auffassung von Transparenz und Privatheit einstellen. Bei dem Versuch, ein tragfähiges Geschäftsmodell zu entwickeln, ist das Soziale Netzwerk aber über kurz oder lang gezwungen, „seine“ Daten zu monetarisieren. Der Spagat zwischen Privatsphäre und dem „Ausbeuten“ dieser Daten wird schwierig. Ob er gelingt, davon hängt der langfristige Erfolg von Facebook ab. Da ich es in meiner Beratung mit Firmen-Accounts zu tun habe, über die Branchennews, Empfehlungen und Tipps für Endkunden gegeben werden, rate ich meinen Kunden zur radikalen Öffnung. Entsprechende Inhalte werden veröffentlicht. Diese Strategie zeigt Erfolg.

Zuckerberg über Privacy-Strategien:

„When I got started in my dorm room at Harvard, the question a lot of people asked was ‚why would I want to put any information on the Internet at all? Why would I want to have a website?‘

„And then in the last 5 or 6 years, blogging has taken off in a huge way and all these different services that have people sharing all this information. People have really gotten comfortable not only sharing more information and different kinds, but more openly and with more people. That social norm is just something that has evolved over time.

„We view it as our role in the system to constantly be innovating and be updating what our system is to reflect what the current social norms are.

„A lot of companies would be trapped by the conventions and their legacies of what they’ve built, doing a privacy change – doing a privacy change for 350 million users is not the kind of thing that a lot of companies would do. But we viewed that as a really important thing, to always keep a beginner’s mind and what would we do if we were starting the company now and we decided that these would be the social norms now and we just went for it.“

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