Social Media kann man nicht mit der Medienlatte messen

Im Werbeblogger warnt Ralf Schwartz, zu früh über ROI und seine Messbarkeit zu diskutieren. Es ist ein Plädoyer gegen letzte Berührungsängste und für die Nutzung von Social Media – unter Hinweis „auf die Packungsbeilage“:

„Nach einigen ähnlich verlaufenden Gesprächen in den letzten Wochen beschleicht mich eine unbestimmte Sorge: Ist es nicht (immer noch) zu früh, um über RoI oder Währung gar im Zusammenhang mit Social Media zu sprechen? Sehen Marketer, Berater und Agenturen Social Media nicht immer noch als weiteres planbares Medium? Verschenkt man damit nicht ein immenses Potential zur Annäherung der Marke an ihren Markt, an die Menschen dort draussen? Verpasst man damit nicht die immensen Chancen der Konversation und Partizipation?“

Weiter mahnt er:

„Man sollte auch nicht auf Vorgesetzte und Kollegen hören, die neben der direkten (Kreativität erstickenden) RoI-Forderung in ihr Unterbewußtsein folgende Regeln tief eingraviert haben:

01 – Was nichts kostet, das taugt auch nichts!
Gerade Social Networking verlangt nach Trial & Error, Learning by Doing. Je eher man beginnt, desto eher zieht man Profite aus den Learnings. Je eher man beginnt, desto höher ist der spätere RoI (Return on Insights). Dazu ist es nie zu spät. Nur nicht wieder auf morgen verschieben!

02 – Keinen Trend surfen, für den es keine Erfahrungswerte gibt!
Sobald es Erfahrungswerte, Untersuchungen, Studien mit ausreichender Fallzahl gibt, die tief in das Herz einer neuen Bewegung eindringen, ist dieser Trend schon keiner mehr, sondern Mainstream, und die Kosten (ausgedrückt in Zeit, Geld und Human Resources), hier noch Boden gutzumachen, sind entsprechend hoch.

03 – Bloß nichts machen, was man nicht messen kann!
Das bewahrt das Management zwar vor allem Neuen, aber genau das ist das größte Problem des Unternehmens. Die schlechteste Management-Regel von allen: Was man nicht messen kann, kann man nicht managen.

Manchmal kommt es mir so vor als sei das Beharren auf einer Währung nur die clevere Entschuldigung für die Ablehnung des Wandels, Ablehnung des Neuen, die Angst vor dem Unbekannten, die Angst vor dem Risiko.“

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